An verschiedenen Orientierungshilfen richte ich meine Tätigkeit aus. Zu den Eckpfeilern wie Salutogenese, Resilienz, phänomenologisch-anthropologischer Ansatz, das Narrativ, systemischer Ansatz und Recovery-Orientierung und Diathese-Stressmodell möchte ich einige Überlegungen aufscheinen lassen. 

Salutogenese

Vor etlichen Jahren veröffentlichte Aaron Antonovsky seine Forschungstätigkeit zur Salutogenese. Für ihn sind im Wesentlichen drei Elemente entscheidend für die Gesundung respektive das gesund Bleiben. 

  • verstehen
    der jeweiligen Situation.
    Was sind die Rahmenbedingungen meiner Situation? Wie sind sie entstanden? In welchem Lebenskontext stehe ich? Was genau ist meine Position? Was habe ich dafür getan?
  • handeln
    können in der Situation. 
    Was blockiert respektive hemmt mich im Tun? Wie kann ich die Blockade respektive das Hemmnis auflösen? Was kann ich beeinflussen, was nicht? Was löst mein Handeln aus? 
  • Bedeutung
    beimessen können für mein Leben.
    Diese Lebenssituation gilt es wohlwollend in die Biografie einzupflegen. Was nehme ich als Wachstum und Entwicklung für mich mit? 

Mit „the sense of coherence“ beschrieb Aaron Antonovsky den Sinn für einen Zusammenhang alles Seienden. Mich hierüber einzulassen würde die website sprengen. Für Interessierte empfehle ich das Buch von Aaron Antonovsky und Alexa Franke zu „Salutogenese - Entmystifizierung der Gesundheit“ aus dem Jahr 1997.

Resilienz

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phänomenologisch-anthropologischer Ansatz

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Narrativ

Dem Erzählen kommt eine besondere Rolle zu. Durch das Erzählen erfährt das Erlebte eine Bedeutung und zwar stets im Lichte des heutigen. Die Wahl der Kulisse obliegt den Erzählenden. Die Akteure (Protagonisten), Requisiten, Beleuchtung und Publikum sowie insbesondere die Geschichte sind fest in der Hand der Erzählenden. 

Dem Zuhörer bleibt das Nachfragen zur Erzählung und zu etwaiger Details. So kann ein Erlebnis aus früheren Jahren eine neue Bedeutung im Heute erhalten. Ideal wäre, die Geschichte kommt in einer wohlwollenden Art in das Regal zu den wachstums- und entwicklungsfördernden Erlebnissen der Biografie. „Es ist gut wie es gelaufen ist, die Geschichte gehört zu mir, ich wollte sie nicht missen, dadurch bin ich ich.“

systemischer Ansatz

Es gäbe sicher sehr viel zu erzählen und berichten über den systemischen Ansatz. Aber auch hier gilt für mich eine Fokussierung auf einige wesentliche Inhalte, die mich im Arbeitsalltag umtreiben. 

Zunächst einmal ist mir eine Neutralität zur Person, zum Problem und zu möglichen Ideen wichtig. Sie eröffnet mir einen klareren Blick auf die Interaktionen, fördert eine ambivalente Haltung gegenüber Leiden und Nutzen von Problemen und hält andere und allenfalls bessere Ideen als die der Fachpersonen offen. Eine Neutralität spielt der respektvollen Neugier in die Karten. Im Gegensatz dazu wäre eine Gewissheit zur Kausalität wohl die Sackgasse für Entwicklung. 

Mich beeindruckt stets wie Menschen, die in einem Bezug zueinander stehen, sich stets neu erfinden. Ähnlich einem „Mobile“ geschieht es um Gruppen - bewegt sich ein Teil, kommen alle in Bewegung  u n d  das Mobile kommt wieder in eine Balance. Als helfende Person betreten wir unweigerlich die Bühne der Menschen. In einer Art Reflexion ist das Absitzen ins „Publikum“ sehr wichtig, um sich das Treiben aus einer Distanz betrachten zu können. 

Zum systemischen Ansatz werde ich wohl immer wieder etwas hinzufügen. 

Recovery-Orientierung

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Diathese-Stressmodell

Recht unkonventionell möchte ich über wikipedia™ ein für mich verständliches Modell nutzen (das Bild dazu liefere ich nach). Insgesamt reagiert der Mensch auf verstörende Ereignisse mitunter mit Stresserleben. Siehe dazu das Stressmodell nach Richard Lazarus (1984). Die erste Bewertung einer Situation führt zu einer Klassifizierung in positiv, gefährdend oder irrelevant. In der zweiten Bewertung stehen bei den gefährdenden Situationen die Ressourcen im Vordergrund. Sofern die Ressourcen ausreichend sind, ok. Sind die Ressourcen allenfalls knapp vorhanden, führt das zunächst zu einem Stresserleben. Die Stressbewältigung erfolgt problem- und emotionsorientiert. 

Das Diathese-Stressmodell geht davon aus, dass das Leben von Höhen und Tiefen gekennzeichnet ist. Bei einem bestimmten Belastungsgrad treten Symptome irgendwelcher Art auf, dies können „Rücken“, Migräne, Herzrhythmusstörungen (das Leben gerät aus dem Takt), Stimmen hören, Wahnstimmung usw. sein. Die Disposition (Anfälligkeit) hängt u. a. von der Konstitution ab, sicher aber auch genetisch wie lernerworben bedingt. 
Für mich sind verschiedene Hypothesen relevant. Zum einen kann ein „Symptom“ hilfreich sein, um eine mögliche Schieflage im Leben wahrnehmen zu können. Das Symptom an sich ist für mich nicht so entscheidend in der Begegnung mit dem Menschen. Vielmehr richtet sich mein Blick hinter die Kulissen, wo die Dysbalance entstanden ist. Das Klären der Situation verhilft oft zur möglichen Veränderung. Daher ist eine Symptombildung lediglich eine Symptombildung. 
Andererseits bin ich bestrebt nach möglichen Wegen zur Stärkung der Robustheit zu suchen. Dadurch lässt sich die Schwelle zur Symptombildung erhöhen. Es braucht sicher ein Stück Gelassenheit dazu. 
Hinzu kommt sicher ein Blick auf die Anfälligkeit in der Situation. Es gilt die Besonderheit des Moments nachzuspüren. Die potentiell gefährdenden Bedingungen sind zu betrachten und idealerweise in wachstumsfördende umzuwidmen. 

Ich merke, hier könnte ich einen Aufsatz schreiben. Aber Achtung: es ist lediglich eine website.